Die Farbschläge

Hier die  verschiedenen Farbschläge mit "Geschlechterunterscheidung".

Schecke

Schecken Henne
Schecken Henne

 

Schon Ende der 40er-Jahre waren in den USA die Schecken bekannt und wurden bald eifrig gezüchtet. Nach Europa kamen sie jedoch erst fast 29 Jahre später. Dieser Farbschlag vererbt dominant, sodass er relativ leicht zu erzielen ist. Da die Vögel eine sehr verschiedene, unregelmäßige Scheckung aufweisen, nennt man sie auch Harlekine. Aussteller bevorzugen dagegen symmetrische Schecken mit makellos gleichmäßiger Scheckung, was sich allerdings nur mühsam erreichen lässt. Es gibt auch Kopffleckschecken, diese haben einen Fleck auf dem Kopf.

 

 

 

Zimter

zimter Kopffelck Hahn
zimter Kopffelck Hahn

 

In Neuseeland soll es bereits in den 50er-Jahren Zimter gegeben haben. Gegen Ende der 60er-Jahre traten sie auch in Europa auf. Die bei wildfarbenden Vögeln grauen Partien des Gefieders sind bei ihnen durch (geschlechtsgebundene) Mutation zartbraun geworden. Sonst haben sich aber alle Merkmale der wildfarbenen Nymphensittiche erhalten. Nestlinge haben an den ersten Lebenstagen rote Augen, die hell durch die noch geschlossenen Lider schimmern. Der Zimtfaktor vererbt geschlechtsgebunden. Es können also nur die Männchen spalterbig in Zimt sein. Weibchen hingegen können den Zimtfaktor nur vererben, wenn sie selbst so gefärbt sind.

 

 

 

Weißkopf

Weißkopf Henne
Weißkopf Henne

 

                                                                                                                                       Zu Nymphensittich mit völlig weißem Gesicht ist es 1978 bei einem Züchter in Deutschland gekommen. Lediglich die Zügel, der Nacken und die Haube zeigen noch etwas Grau, jedoch keine Spur von Gelb und dem Orangerot der Ohrfelcken, die weiß wie ihre Umgebung sind. Selbst die Nestlinge haben keine gelben, sondern weiße Dunen. Den Weißkopf-Nymphensittiche sind nur noch die Melanine eigen, während die gelbe bis orangerot Farbe vollkommen verloren gegangen ist. Abkürzung: wk

 

 

 

Lutino

Lutino Hahn
Lutino Hahn

 

                                                                                                                                                    Schon in den 50er-Jahren traten als einer der ersten Mutationen Lutinos in den USA auf. Lutinos besitzen rote Augen, jedoch bleiben ihre Fettfarben erhalten, das heißt: das Gelb an Kopf und Haube, an der Schwanzunterseite (vor allem bei Weibchen) und mehr oder minder am ganzen Körper. Die Füße sind hellrosa, Krallen und Schnabel weißlich hornfarben. Die ersten Lutinos kamen in den 60er-Jahren nach Europa und waren noch sehr selten. Doch ihre geschlechtsgebundene Vererbungsweise machte es leicht, sie sogleich in größere Zahl nachzuziehen. Leider haben viele Züchter anfangs nur auf Qualität geachtet, sodass die Vögel in der Qualität sehr nachließen. Heute findet man wieder schöne, große und kräftige Lutinos.

*Seit den 70er-Jahren auch mit schwarzen Augen.

 

 

 

Geperlte

geperlte Henne
geperlte Henne

                                                                                                                                                                                                  Seit 1967 gibt es geperlte Nymphensittiche. Bei ihnen handelt es sich um eine geschlechtsgebundene vererbende Mutation, die allerdings durch Selektion aus solchen wildfarbenden Weibchen erzielt wurde, die auf Brust und Flegeldecken eine schwache Perlenzeichnung aufwiesen. Diese "Perlen" zeigen sich als große weiße  oder gelbe Endtupfen der Federn insbesondere auf den Flügeldecken, auf Kehle, Brust wie auf dem Bürzel. Da junge Männchen ja ein Gefieder wie die Weibchen tragen, bekommen sie auch die Perlung. Diese geht bei ihnen mit der Mauser ins Erwachsenenkleid jedoch weitgehend verloren. Dann sehen sie fast wie normale wildfarbende Vögel aus. Dagegen behalten die Weibchen ihre aparte Perlenzeichung zeitlebens. 

 

 

 

Albinos

Echte Albinos sind erst durch die Verpaarung von Weißkopfnymphen mit Lutinos entstanden. Kommen von Letzteren die roten Augen und der Ausfall aller Melanine, so lässt der Weißkopf sämtliche Fettfarben, also die gelben bis roten Psittacine, verschwinden. Der Albino-Nymphensittich kommt einen ganz weißen Kakadu in der Färbung am nächsten. Er ist allerdings kleiner und handlicher.

*Seit den 70er-Jahren auch mit schwarzen Augen.

 

 

 

Silberfarbene

Etwa zur gleichen Zeit wie die Zimter sind die silberfarbenden Nymphensittiche in Neuseeland und Europa aufgetreten. Ihre Grundfarbe ist ein helles, zartes Silbergrau, das sich jedoch fast nicht von wildfarbenden Vögeln unterscheiden lässt. Diese rezessiv vererbende Mutation bewirkt, dass die schwarzen und braunen Eumelanine zu einem stärkeren oder schwächeren Grau bis Graubraun verdünnt werden. Die Augen sind bei Nestlingen zuerst leuchtend rot, später dunkelrot und den Letalfaktor gibt es dann nicht. Silberfarbende Vögel kommen seltener vor und zwar aus verschiedenen Gründen: Sie sind schwächlicher als die Vögel anderer Farbschläge. Auch macht sich bei der Verpaarung zweier Silberfarbende ein Letalfaktor bemerkbar. Das bedeutet, dass ein Teil der Jungen schon im Ei oder kurz nach dem schlüpfen abstirbt. Verpaart man jedoch einen Silbervogel mit dem einer anderen Farbe, der spalterbig in Silber ist, dann können daraus durchaus kräftige Silbervögel resulieren, was oft erst durch Anleuchten sichtbar wird. Aus der Verpaarung von Silber und Zimt könne unter anderem cremefarbende Junge fallen, die auch Isabellen genannt werden.

 

 

 

Falben

Die falben Nymphensittiche, die erst seit Mitte der 80er-Jahre existieren, haben das schwarze Eumelanin verloren, so dass nur das hellgraue bis beigebrauen Phaeomelanin übrig geblieben ist. Das verleiht den Vögeln ein zartes Aussehen, bei dem das gelbe Kopfgefieder, die orangeroten Ohrflecke und die stets roten Augen besonders leuchten und wirkungsvoll zur Geltung kommen. Am Kombinatinosfarben gibt es noch folgende: Creme oder Isabell, das aus Zimt x Silber oder Silber x Zimt Zustande kommt. Außerdem sind Zimter, Silberfarbende, Geperlte und Weißköpfe als Schecken gezüchtet worden. Ferner sind Zimter, Falben, Silberfarbende, Geperlte und Schecken inzwischen als Weißköpfe zu sehen. Weiter Mutationen und Komniantions-Farbschläge sind in naher Zukumpft denkbar.

 

 

 

 

wildfarbender Hahn
wildfarbender Hahn

So treten Nymphensittiche in der Natur auf. Abkürzung: wf