Etwas Biologie

Als Partner seines Nymphensittich möchte man seinen gefiederten Freund sicher auch verstehen können. Dazu muss man sich mit seinen Sinnesfähigkeiten und mit seinen Verhaltensweiden vertraut machen.

Die Sinne des Nymphensittichs

Der Nymphensittich kann sehr gut sehen und hören. Mit diesen Sinnen vermag er seine Feinde zu erkennen, die Warn- und Lockrufe seiner Artgenossen vernehmen und vieles mehr. Dagegen sind Tastsinn und das Riechvermögen von untergeordneter Bedeutung. Den Geschmackssinn kann man dem Nymphensittich keinesfalls absprechen, denn er weiß bei seiner Nahrungaufnahme nicht durch optische Reize zu unterscheiden

 

Verblüffendes Reaktionsvermögen

Das Reaktionsvermögen der Nymphensittiche ist erstaunlich und zeigt sich, wenn sie im Schwarm fliegen. Sie sind dabei so eng beisammen, das alle Vögel Wendungen exakt synchron ausführen. Diese Flugweide ist direkt und sehr schnell. Sie bietet den besten Schutz vor Falken, sie wagen es nicht in eine geschlossene Formation einzudringen, wenn die Vögel auf ihren Wanderungen große Strecken zurückzulegen haben.

 

 

Typische Verhaltensweisen

 

 

Putzen

Der Nymphensittich beginnt mit dem Gefieder an Hals, Brust und Rücken. Die langen Schwanz- und Schwungfedern werden einzeln durch den Schnabel gezogen, wobei wobei der Vogel sich sehr verrenkt. Zum Schluss plustert er sich auf und schüttelt sich. Sie putzen sich auch gegenseitig.

 

 

Baden/Duschen

Duschen oder Baden macht vielen Nymphies großen Spaß. Dabei breiten sie ihre Flügel aus und halten die Seite hin die sie besprüht haben wollen.

 

 

Drohen

Bei dem Drohen hacken sie fauchend in die Luft, damit wollen sie uns oder einem Gefährten signalisieren, dass er Abstand halten soll.

 

 

Schlafen

Beim schlafen stecken die Nymphensittiche ihren Kopf in ihr Rücken Gefieder, manche Ausnahmen schlafen auch mit den Kopf nach vorne.

 

 

Kopfüber hängen

Dies ist ein Zeichen für überflüssige Energie, Übermut oder Lebensfreude. Bei Nymphensittichen mit zu wenig Freiflug kann man dieses Verhalten öfters beobachten. Dabei hängen sie sich Kopfüber an einen Ast oder Seil und breiten ihre Flügel aus, manche Flattern sogar mit den Flügeln.

 

 

Kopfkratzen

Da sie nicht mit dem Schnabel an den Hinterkopf kommen, nehmen sie ihre Krallen und kratzen sich hintenrum am Kopf.

 

 

 

'Haubensprache'

Senkrecht gehaltene Federhaube

Nymphensittiche stellen ihre Haube auf wenn was ganz interessant ist und sie aktiv was Neues erkunden.

 

Waagerecht gehaltene Federhaube

Das machen Nymphies wenn sie entspannt sind oder schlafen.

Hähne legen ihre Haube auch beim singen an.

 

Angespannt gehaltene Federhaube

Das ist ein Zeichen dafür das sie kurz vor der Flucht  und sehr aufgeregt sind. Dabei zeigt dir Spitze der Koffeder nach vorne.

 

Angelegt Federhaube

Dies machen die Nymphensittiche wenn sie drohen, sie sind angespannt und verärgert.